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Lesenswert: Wirtschaftsjournalismus, Glück in Buthan, Larry Kotlikoff und die Grünliberalen

Aktuelles - 21. April 2011 um 6.38 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Wieso die Finanzjournalisten die Krise übersahen, wie ein Land das Glück zum Programm macht und weshalb Kotlikoff ein «limited purpose banking» will: Vier lesenswerte Artikel.

Die Krise – und weshalb kein Journalist etwas sagte
Wieso haben nur wenige Journalisten vor der Finanzkrise gewarnt? Die Zeit rekapituliert die Medienberichterstattung über Asset Backed Securities und andere neue Finanzprodukte seit 1997. Wieso sind Warren Buffets Warnungen im Winde verhallt? Wieso wurden die Texte, die auf Marktblasen hinwiesen, auf den hinteren Seiten publiziert? Einen Hinweis gibt Wolfgang Kaden, früher Spiegel-Chefredakteur und von 1993 bis 2004 Chefredakteur des manager magazins: «Sie sind ja als Journalist hoffentlich ein offenes System. Sie gehen raus, reden mit Leuten, und wenn da so ein Meinungsstrom in diese Richtung geht: Dem können Sie sich nicht verschliessen.»
Heike Faller bei zeit.de, 14. April 2011, Link zum Artikel

Buthan: Glück als Regierungsprogramm
Bernard Imhasly ist nach Buthan gereist und hat sich das Land angesehen, das das Bruttosozialglück, die Gross National Happiness (GNH) zum Regierungsprogramm macht. Die Regierung hat das GNH auf vier Säulen verteilt, in neun Bereiche gegliedert und auf 72 Indikatoren heruntergebrochen. Die vier Hauptpfeiler sind: Gute Regierungsführung, ökonomische Entwicklung, Umwelterhaltung und Förderung der Kultur. Jedes neue Gesetz und jede Verfügung wird darauf geprüft, ob eine dieser Zielsetzungen unterstützt wird bzw. ob keine der anderen verletzt wird. Ein spannender Blick hinter die Kulissen eines nationalen Experiments.
Bernard Imhasly bei journal21.ch, 16. April 2011, Link zum Artikel

Kotlikoff in Zürich: Limited Purpose Banking
Laurence Kotlikoff ist ein umtriebiger Ökonom. Seit Monaten tourt er durch Universitäten, Konferenzen und Tagungen, um über Wirtschaftskrisen im Allgemeinen und den seiner Meinung nach bevorstehenden Bankrott der USA zu reden. Im April hat er Zürich besucht und die Neue Zürcher Zeitung hat den Ökonomieprofessor der Boston University portraitiert. In seinem 2010 erschienenen Buch «Jimmy Stewart is dead» plädiert er für eine grundlegende Neukonstruktion des Finanzsystems, deren Kern ein «limited purpose banking» wäre, also eine Beschränkung der Aktivitäten von Finanzhäusern.
NZZ vom 18. April, Link zum Artikel

Grün und liberal: Wie sieht das aus?
Die Grünliberale Partei ist in der Schweiz im Aufschwung und eilt von Wahlerfolg zu Wahlerfolg. Die Website ars libertatis hat sich die Mühe genommen und einige Köpfe der neuen Partei auf ihre politische Grundeinstellung hin abgeklopft. So genannte Smartspiders, grafische Darstellung der Positionen zu bestimmten Fragen, zeichnen ein – allerdings nur grobes – Bild der politischen Ausrichtung einer Person. Ein erstes Fazit des Autors: «Zwar sind viele Grünliberale wohl liberaler als Angehörige mancher anderer Parteien, dafür hapert es bei vielen mit dem Sparen, was an geringen Werten beim Punkt «restriktive Finanzpolitik» zu erkennen ist.
arslibertatis.com vom 3. April 2011, Link zum Artikel

 

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