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Nicht zurück zur Tagesordnung – Diskutieren Sie mit!

Aktuelles - 20. Mai 2010 um 9.00 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat wirtschaftliche Schäden von riesigem Ausmass verursacht. Die Wirtschaft hat Fehler gemacht und viel Vertrauen der Gesellschaft verspielt. Nun dürfen wir jedoch nicht zur Tagesordnung übergehen und auf eine Normalisierung des angespannten Verhältnisses zwischen Gesellschaft und Wirtschaft hoffen. Wir müssen daran arbeiten, das Verständnis füreinander wieder herzustellen. Willkommen beim Schweizer Dialog!

Unser Anliegen

Wir haben in der Schweiz ein Kommunikationsproblem: Wirtschaft und Gesellschaft reden nicht mehr miteinander und verstehen sich nicht mehr. Wir sind zerstritten statt selbstbewusst und misstrauisch statt vertrauensvoll. Jeder Handlung von Managern und Politikern werden sogleich niedere Motive unterstellt. Keine Frage: Daran trägt auch Wirtschaft und Politik selbst eine Mitschuld. In der Finanzkrise gipfelte das unverantwortliche Handeln Vieler. Auch ein Grossteil der Medienlandschaft trägt seinen Teil zur destruktiven Stimmung bei: Dort wird, nicht zuletzt unter Zeit- und Quotendruck, auf Sensationelles und Plakatives gesetzt statt auf sachliche Information und Orientierung.

Diesen Zeitdruck möchten wir mit dieser Plattform herausnehmen und uns aufs sachliche Argument konzentrieren. Wir, das sind rund 25 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft (» alle Teilnehmer). Unsere Idee, den nötigen Dialog selbst und aktiv anzuregen, entstand vor einem guten Jahr. Statt in Gasthäusern oder Fernsehformaten zu diskutieren, möchten wir den offenen Austausch im Netz.

Die Erklärung

Um unsere Ziele – den Dialog und das verantwortliche Handeln – verbindlicher zu machen, haben wir sie in einer gemeinsamen Erklärung formuliert. Was wir dort festgehalten haben, dazu stehen wir: Die Erklärung lesen.

Und der Dialog?

Das ist nun aber noch kein Dialog, sagen Sie. Und Sie haben Recht. Unsere Statements zu den einzelnen Themenfeldern sind nur der Anfang. Unser Wunsch und unsere Bitte: Diskutieren Sie mit uns. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Sind wir zu naiv in unseren Forderungen oder zu kompliziert? Verkennen wir die wahren Probleme oder Ursachen? Oder liegen wir gar nicht so falsch, gehen in die richtige Richtung?

Wie funktioniert’s?

Diese Plattform ist bereits seit einigen Monaten online. Wir haben nach den ersten Erfahrungen nochmal umgebaut und Ihre Teilnahme einfacher gemacht. Die Kommentarhürde ist gesenkt (wir behalten uns aber vor, im Sinne der guten Diskussionskultur Beiträge in Einzelfällen zu editieren oder zu löschen). Sie finden uns zudem bei Facebook und Twitter. Diskutieren Sie mit uns und bewerten Sie unsere Aussagen – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Und bemühen uns, auf Ihre Einwände oder Ergänzungen auch zu antworten.

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Kommentare

  1. Burri Ernst sagt:

    Ausgezeichnete und notwendige Idee! Nur ueber die Erkenntnis unserer Fehler und der Schwachstellen im System koennen wir zu einer besseren Welt finden. Das braucht offenen und vielseitigen Dialog auf globaler Skale!
    Nach dem Zusammenbruch der Mauer und des Versagens der kommunistischen Planwirtschaft glaubten wir, es blieben nur noch zwei grosse Problemkreise: Dir Armut der dritten Welt und der Verlust des oekologischen Gleichgewichts auf unserem Planeten. Die traurigen Ereignisse der letzten Jahre haben uns auf brutale Art und Weise aufgeweckt und die offenbaren Grundursachen im nicht nur potenziell, sondern tatsaechlich und systematisch schlecht handelnden Menschen haben uns enorm ueberrascht. Vieles ist offenbar zu korrigieren in unserer Aufbringung und in unseren angenommen Werten und Prioritaeten!
    Wir sind alle herausgefordert durch die dramatischen Ereignisse in der Finanzwelt und die weltweite Krise, die dadurch ausgeloest wurde, aus der wir nicht herauskommen koennen, wenn Hoffnung und positive Zukunftsschau verschwunden ist und Angst und Schwarzmalen die Entscheidungen aller Wirtschaftsagenten und aller Buerger der Welt negativ beeinflussen.
    Ihr vorgeschlagener Dialog is mehr als willkommen; er ist auesserst notwendig, um den Teufelskreis zu durchbrechen, in dem die Menschheit gefangen ist.
    Viel Glueck und mein Versprechen aktiv mitzudialogieren.
    Ernst Burri

  2. [...] Anlass für die Entscheidung, den Schweizer Dialog hier zu führen, war die Art und Weise, wie die Finanzkrise medial behandelt wurde: mit stellenweisem Sensationismus und jedenfalls nicht [...]