Alain D. Bandle
Wir brauchen lebensabschnittsgerechte Arbeitsmodelle, welche den sich wandelnden Bedürfnissen der Jungen, jungen Familien, jungen Alten und Senioren gerecht werden und eine viel grössere Flexibilität zulassen. Ein lebenslanges „Arbeitszeitkonto“ welches situativ längere Pausen ( z. Bsp. Für Elternurlaub, Weiterbildung, Sabbatical, Kur) oder kürzere Arbeitszeiten ( z.Bsp. für Zeit mit Kindern oder Pflegeaufgaben) erlaubt, wäre eine Möglichkeit.
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Und wir brauchen dazu eine Bildungsoffensive, die abschnittsweise an einzelne Lebensphasen bis ins hohe Alter genauer Mass nimmt.
Das überall geforderte lebenslange Lernen ist ok. Aber das Lernen für ein langes Leben in vier bis fünf Etappen käme der Sache näher.
Warum gibt es immer noch nur eine Lehre für Jugendliche im Bildungsangebot? Höchste Zeit, dass eine zweijährige Boomer-Lehre entwickelt wird, welche kommenden Rentnergenerationen wie den Babyboomern endlich hilft, ihr immenses (aber weitgehend ungenütztes) Erfahrungskapital für sich und andere produktiver und erfolgreicher umzusetzen und weiterzugeben. Wenn wir unser Wissen weiterhin nur zögerlich weitergeben, verschwenden wir ein unermessliches Vermögen. Eine Lehre für spätaktive Altersgruppen könnte uns u.a. helfen, dieses “Weitergeben” erfolgreich (und eben nicht als Besserwisser) zu praktizieren.